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Ferien für uns…

March 27, 2008

So, wir stecken mittendrin in diesen hoch gelobten Ferien. Was bedeutet das? Das bedeutet, nicht nur am Wochenende trinken, sondern nahezu täglich (verdammt wir streben unserem Ende entgegen). Naja, die erste Ferienwoche ist noch nicht einmal vorüber, da blicke ich schon auf äußerst ereignisreiche Tage zurück. Zunächst war es am Donnerstag letzter Woche wieder einmal an der Zeit zur Rock-Night zu gehen. Ja, sie sind berühmt und berüchtigt die Rock-Nights bzw. Bandabende in unserer Stadt. Das als Location dieses Mal eine dreckige Disco diente, in der sonst abartige Computermucke der Marke “Techno” gespielt wird, viel bei 5 Promille eher weniger auf und es wurde ausgelassen zu lauter Krawallmusik gepogt, was man am nächsten Morgen an den vielen blauen Flecken an Armen und Rücken sehen konnte.

Am Wochenende wurde dann mehr oder weniger ein dörfliches Osterfeuer “gerockt”. Wirklich lächerlich, dass dieses “Osterfeuer” von der Gemeinde als offizielle Veranstaltung verkauft wurde. Wenn ich mich nicht verzählt habe, waren vielleicht 20 Bauerndeppen da, die sich an einem äußerst klapprigen Wurststand und an einem noch ranzigerem Bierstand die dicken Bäuche voll schlugen. Das Feuer selbst ging zwar gerade so eben als Osterfeuer durch, war aber längst nicht wie angekündigt von überdimensionalen Ausmaßen.Nach rund 15 Minuten des gelangweilten Aufenthalts auf der so genannten Dorfparty, welche übrigens mit Wolfgang Petry und Apré-Ski-Hits (!!!) beschallt wurde, wurde es wider Erwarten doch noch lustig.

Mit lautstarker Handymusik, Halstuch und Cap, die Hose in den Kniekehlen, tanzten auf einmal die örtlichen Dorfgangster an. Beschreibung: 12-15 Jahre alt, teilweise nicht einmal ansatzweise im Stimmbruch, Arme wie Streichhölzer und sowieso ein Fall für den Logopäden. Perspektive: Hartz IV. Von Weitem musste ich bei dem doch äußerst lachhaften Anblick der selbst ernannten Ghetto-Knirpse schon grinsen. Die Zwerge hatten ebenfalls offensichtlich schon an Bier gerochen, jedenfalls machten zumindest einige von ihnen einen alkoholisierten Eindruck. Alkohol senkt bekanntlich die Hemmschwelle. Entweder war jenes der Auslöser dafür, oder einfach pure Dummheit, dass die Gangster auf einmal anfingen, ein paar von unseren Leuten anzumachen. Ich musste mich echt zusammenreißen, beinahe wäre ich vor Lachen zusammengebrochen. Um es vorweg zu nehmen, zur Schlägerei ist es (leider) nicht gekommen, die Kleinkinder haben bloß ein paar coole Sprüche gebracht und sich fast in die XXL-Hose gepinkelt, als sie gemerkt haben, dass wir durchaus bereit gewesen wären, mit Fäusten zu diskutieren. Anschließend holten dann alle ihre Handys raus und telefonierten wie wild herum, um noch einige Freunde zu erreichen, die uns dann schlagen sollten. Gewartet haben wir noch ungefähr eine halbe Stunde, gekommen ist keiner. War deren Mutti wohl anschaffen. Wie dem auch sei, nach einer Weile schlenderten wir denn noch zu einem Kumpel, natürlich nicht ohne die Jungs beim Abmarsch noch einmal abfällig zu belächeln.

Übrigens, ich würde abschließend gerne noch erwähnen, dass ich keinesfalls Hass gegen Hip-Hop oder Hopper habe, ganz im Gegenteil, ich habe sogar einige sehr gute Freunde, die sich der Hip-Hop-Subkultur verschrieben haben. Aber wenn ich diese Idioten, die uns am Wochenende begegnet sind, sehe, dann fehlen mir echt die Worte. Abschaum. Ihre Selbstüberschätzung bringt ihnen irgendwann noch einmal ein zerbeultes Gesicht.

Egal, die Ferien haben grad erst begonnen, mal sehen was die nächsten zwei Wochen noch so für interessante Erlebnisse bringen. Vielleicht sieht man die Gangster ja noch mal. Bei einem Dorf von 2000 Einwohner ist das nicht ganz unwahrscheinlich. *freu*

Ein etwas in Rage geratender Kevin

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